Reden wir mal über Beteiligung

OpenAntragTeil 1: Beteiligung ist den Piraten super wichtig. Bürgerbeteiligung zumal. Es gibt dafür seit über einem Jahr ein supergeiles Tool namens OpenAntrag.de. Das bildet ein handfestes Alleinstellungsmerkmal und ist womöglich das Beste, was die Partei je hingekriegt hat. Echte Bürger könnten davon in ihrem echten Leben handfest profitieren, es könnte sogar die seit Jahren in Umfragen und Wahlen weit abgeschlagene Partei total nach vorne bringen. Die Landtagsfraktion der Piraten in Düsseldorf interessiert das nicht. Weiterlesen

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Der Sommer der Liebe ist der Tod der Politik

Der folgende Beitrag entstand als Reaktion auf den Beitrag von Don Alphonso auf dem FAZ-Blog zum Antifa-Problem der Piraten.

Ich hab schon mehrere Piraten-Parteitage auf Bundes- wie NRW-Ebene besucht, zuletzt den BPT 13.2 in Bremen. Schon vor dem in Bochum, auf dem es zum Eklat mit den Antifa-Fahnen kam, hatte ich beschlossen, mir so schnell keinen weiteren anzutun. Denn meine hypothetische Erklärung für all‘ das lautet danach: Die Leute meinen es nicht bös‘. Will sagen das sind weder mehrheitlich Radikalfeministen noch mehrheitlich Ultralinke oder Antifas. Was sie sind: Mehrheitlich zu wenig informiert. Und das ist von oben so gewollt.

Teile der Menge am ersten Tag des Woodstock Festival

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Über Kostüme.

„Die Piraten halten Kurs auf Untergang“, titelt die Welt, und leitet den Beitrag mit einem Anreise-Erlebnis im Zug ein. Gregory und ein paar Reisegefährten scheinen tatsächlich einen auf „Back to the roots“ gemacht und sich als Seeräuber kostümiert zu haben. Und abstruse Lokalpolitik diskutiert.

Ach Gottchen, kann ich da nur sagen.

CRW_7740kIch war im Sommer bei der CDU-Kundgebung in Recklinghausen, wo die Merkel ungeniert über weibliche Altersarmut, Probleme bei der Bildung, den Niedriglohnsektor und massenweise andere Missstände schwadronierte, die sie seit acht Jahren gut hätte beheben können. Und glaubt mir: Die Konfirmationsanzüge, in die sich die lokalen CDU-Helden anlässlich des Besuchs der Scheffin gezwängt hatten, kamen mir mindestens so lächerlich vor wie etwaige Piratenkostüme. Weiterlesen

Ein paar Ideen für eine bessere Öffentlichkeitsarbeit der Piraten-Fraktionen

Im Beitrag „Weckruf für den schlafenden Riesen“ hatte ich unlängst dargestellt, dass die Öffentlichkeitsarbeit, ja das gesamte politische und operative Konzept zumindest der NRW-Piratenfraktion aus meiner Sicht stark zu wünschen übrig lässt, mit vielen Ressourcen sehr, sehr dürftige Resultate erzielt und dass die 19+1 Piraten in Düsseldorf sowie ihre Mitarbeiter dadurch nicht zuletzt eine erhebliche Mitverantwortung am Abschneiden der Piraten bei der Bundestagswahl 2013 tragen.

Im Anschluss daran würde ich von dem Abgeordneten Daniel Düngel aufgefordert, Vorschläge zu unterbreiten, möglichst gleich im Stil von Anträgen formuliert, was ich vor den Herbstferien am 14. Oktober dann auch getan habe. Bevor das Thema in einer Sondersitzung der NRW-Fraktion am 18. November 2013 besprochen wird, möchte ich diese gesammelten Ansätze im Sinne der Shareability hier ebenfalls noch einmal darstellen und um zwei Dinge ergänzen, die mir seither noch eingefallen sind. Weiterlesen

Von gleicheren Tieren

Lernen durch Schmerz? Es sieht so aus, als wollten die Piraten das mit dem Lernen mal wieder weglassen und nur den Schmerz mitnehmen. Noch in der Wahlnacht werden katastrophalste Ergebnisse bis runter auf die Wahlkreisebene schön geredet. Auf der Marina Kassel lassen sich Sebastian Nerz, Stefan Körner und andere Möchtegern-Parteigranden des „Frankfurter Collegiums“ beim Mauscheln hofieren, während sie die endgültige Abschaffung der Basisdemokratie betreiben. Zugleich wird jener Basis vom Bundesvorstand ein „Konzept der Öffentlichkeitsarbeit“ vorgesetzt, das so sehr vor Buzzwords (und sprachlichen Fehlern) strotzt, dass man sich der Frage nach der fachlichen Eignung des Autors kaum entziehen kann.

Vorstände aller Ebenen haben in den letzten Monaten hoch fragwürdige Entscheidungen getroffen. Die Basis hat dazu auffallend laut geschwiegen. Wer will auch im Wahlkampf riskieren, als Stinker dazustehen, der den Eindruck von Geschlossenheit zerstört?

Tatsächlich beschäftigt sich die Piratenpartei nach wie vor mit sich selbst – und das ist gut so! Und dazu gehört auch, wenigstens im Nachhinein derlei Fehler aufzuarbeiten. Sonst werden sie früher oder später unweigerlich noch einmal begangen. Wenn die Verantwortungsträger sich dem verweigern, dann muss das eben die Basis für sie übernehmen. Weiterlesen

Offener Brief von ThSteier an die Piratenpartei aus dem Heise-Forum

Ich veröffentliche diesen Offenen Brief von ThSteier (wer immer das auch sein mag) mal weisungsgemäß als Gastbeitrag auf meinem Blog hier, um die Shareability zu erhöhen. Einiges teile ich, anderes gibt einem zu denken, manche Dinge sehe ich auch anders (zum Beispiel das mit der Basisdemokratie) (wobei: er hat recht, wenn er sagt „nicht mal bei EUCH funktioniert sie so wie ihr sie euch vorstellt.“)

Liebe Piratinnen und Piraten, liebe Eichhörnchen und was auch immer!

Ich schreibe das hier, weil ich a) keine Ahnung habe, wie und wo ich mehr als ein paar von euch auf einmal erreichen könnte, und b) 140 Zeichen bei Twitter für das, was ich zu sagen habe, vielleicht doch etwas knapp sind. Aber vielleicht kann’s ja irgend jemand, der das Geschreibsel für des Lesens wert hält, an die passenden Stellen weiterleiten…

Meine persönliche Einstellung zur Piratenpartei ist im Moment eher zwiespältig. Auf der einen Seite war ich um 2009, als es die Partei in die öffentliche Wahrnehmung geschafft hatte, nahe dran, selbst Mitglied zu werden – und habe dann gekniffen, weil mir meine berufliche Situation nicht wirklich eine Chance gelassen hätte, mich aktiv und jenseits von „Online-Weltverbessern“ einzubringen. Und dann, ja, dann setzte bei euch eine Entwicklung ein, die mich eher abgeschreckt hat. Weiterlesen

Orange ist unsere Farbe!

Ein Gastbeitrag von Harald „Mr. Piratenbus“ Franz

CRW_7708k Mir ist bei dem Besuch eines Stammtisches der Piratenpartei NRW aufgefallen, dass im Lokal vor Ort als einziges politisches Infomaterial die Zeitung der MLPD zu finden war. Wie es scheint, halten die Piraten dort nur ihren Stammtisch ab – und damit sie auch ja nicht erkannt werden, kommen sie natürlich in Alltagskleidung und haben auch keine Flyer, Tischfahne etc. dabei. Man will ja schließlich unter sich sein und nicht von wildfremden Menschen angesprochen werden. ;-) Weiterlesen