Äh, wie bitte?

Gedanken zum #SnowdenMovie

Da hab ich mir also mal „Snowden“ von Oliver Stone angeguckt.

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„Filme von Oliver Stone springen einem immer so ins Gesicht“, weiß ich noch, wie der Michael, einer meiner liebsten Freunde im Studium, mal zu mir sagte, Weiterlesen

Felina

„Was sagst du eigentlich zum Ergebnis in Sachsen-Anhalt?“ frägt mich da doch eine Bekannte per DM auf Twittah.

Grenztruppen der DDR auf Patrouille an der deutsch-deutschen-Grenze. Public Domain, Wikipedia„Ich wollte Neufünfland schon vor drei Jahren den Russen zurück schenken,“ schreib ich zurück. „Diese ganzen Zonies – alles verdammte Wirtschaftsflüchtlinge!“ Migrationsprobleme (oder was man dafür hält) durch Erschießungen zu lösen fällt in der Ex-DDR ja eh nicht unter „Mord“, sondern „Folklore“. Da muss man auch mal Verständnis aufbringen.

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Dankschreiben eines Griechen an die Deutschen

Übersetzt aus dem Englischen. Autor Ioannis Glinavos ist Dozent für Rechtswissenschaft an der University of Reading in Großbritannien. https://iglinavos.wordpress.com/2015/05/28/i-would-like-to-thank-the-german-people-a-letter-to-germany/ vom 15. Juni 2015) (Also Wochen vor dem Greferendum.) Auf seinem Blog kann man auch zahlreiche Kommentare einsehen.

„Sowohl die griechische als auch die deutsche Regierung haben sich über einen Propagandakrieg beklagt, der den Blick auf die Wahrheit verstellt und erfolgreichen Verhandlungen im Wege steht. Im Gespräch mit einem Freund aus Deutschland wurde mir heute klar, dass gewisse Fakten einer Seite auf der Hand liegen, der anderen Seite aber alles andere als offensichtlich erscheinen. Daher möchte ich an dieser Stelle einmal meine persönliche Interpretation der jüngeren griechischen Geschichte darlegen in der Hoffnung, der deutschen Öffentlichkeit eine andere Sicht zu bieten als die oft feindselige Rhetorik der griechischen Medien und (vieler) Politiker.

AGOUDIMOS LINES - Ionian Spirit

AGOUDIMOS LINES – Ionian Spirit

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In Sachen #Ukraine

KriegsphantasienEine Antwort auf den Kommentar von Stefan Kornelius auf sueddeutsche.de, einem Scharfmacher, der anscheinend immer noch von einem NATO-Russlandfeldzug träumt. Update: Spiegel online stößt nicht nur ins gleiche Horn, sondern geht noch einen Schritt weiter und erklärt gleich ganz Russland für verrückt. Kann man machen…
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In Sachen Zwangsprostitution

Meine Antwort auf einen Artikel auf huffingtonpost.de, die ich hier in stark erweiterter Form einstelle, bis diese Webseite ihre kaputte Kommentarfunktion repariert hat.

Copyright: williamlangeveld / 123RF Stock PhotoWusstet ihr schon? Nachdem die Prostitution in Deutschland 2001 legalisiert wurde, hat es nur drei Jahre gedauert, bis ein findiger Schwabe 2004 auf die Idee kam, das Ebay-Geschäftsmodell darauf anzuwenden. Resultat: gesext.de, das nach eigenen Angaben führende deutsche Auktionshaus für sexuelle Gefälligkeiten. Doch, das gibt’s.

Und das ist ja so weit auch ganz prima, wenngleich es sich bei den Anbieter*Innen entgegen den Angaben in ihren Beschreibungen in der Regel natürlich doch nicht um Amateure handelt, um „Stundentinnen“ oder „Hausfrauen“, die ausnahmsweise oder $ausGründen „das Angenehme mit dem Nützlichen“ verbinden. Sondern meistens eben doch um gewerbsmäßige / hauptberufliche „Professionelle“. Kunststück, lässt sich auf gesext.de doch mit minimalem Aufwand, einigen Handy-Schnappschüssen und ein wenig Prosa locker das fünf- bis 50-fache des „normalen“ Satzes herausholen, der je nachdem (Location! Location! Location!) bei um die 30 Euro für einen Quickie auf dem Straßenstrich beginnt. Um das zu erkennen, muss man sich nur mal ein wenig auf einschlägigen Freier-Webforen umtun. „Es gibt keine 2000-Euro-Nutten, es gibt nur 2000-Euro-Freier“ lautet dort ein beliebter Aphorismus, und gesext.de scheint geradezu eine Suchmaschine für solche Freier zu sein, mit einer ziemlich guten Trefferquote. Weiterlesen

Der Sommer der Liebe ist der Tod der Politik

Der folgende Beitrag entstand als Reaktion auf den Beitrag von Don Alphonso auf dem FAZ-Blog zum Antifa-Problem der Piraten.

Ich hab schon mehrere Piraten-Parteitage auf Bundes- wie NRW-Ebene besucht, zuletzt den BPT 13.2 in Bremen. Schon vor dem in Bochum, auf dem es zum Eklat mit den Antifa-Fahnen kam, hatte ich beschlossen, mir so schnell keinen weiteren anzutun. Denn meine hypothetische Erklärung für all‘ das lautet danach: Die Leute meinen es nicht bös‘. Will sagen das sind weder mehrheitlich Radikalfeministen noch mehrheitlich Ultralinke oder Antifas. Was sie sind: Mehrheitlich zu wenig informiert. Und das ist von oben so gewollt.

Teile der Menge am ersten Tag des Woodstock Festival

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Wir lieben die GroKo!

Was? Wie bittäh?!? Große Koalition – das steht für unerträglichen Stillstand, für Rückschritt, für eine unendliche Verlängerung des fatalen Reformstaus. Für more of the same, für Tot-Merkeln, für die erstickende Umarmung zweier greiser Volksparteien, die spätestens seit der Ära Schröder abgewirtschaftet haben. Trotzdem scheinen die Piratenfraktionen auf dieses Modell abzufahren.

Am 27. November haben CDU und SPD den Koalitionsvertrag unterschrieben. Vor zwei Wochen. Sogar die JuSos haben es bereits nach zehn Tagen geschafft, das 185 Seiten starke Dokument durchzuackern – und ihrem eigenen Parteischeff Sigmar Gabriel eine krachende Absage zu erteilen. Weiterlesen