Linuxterror die 873ste: Ubuntu-Update auf 14.04.1 LTS „Trusty Tahr“

Nur mal so am Rande:Higgins_Facepalm

Ich hatte mich ja jetzt fast ein Jahr oder so um das Aktualisieren des Linuxbetriebssystems (Xubuntu) auf meinem Rechner herumgedrückt. Es ist mir nämlich (zugegeben wegen einer Faktorenkombination, die nicht ausschließlich von Linux an Sich zu verantworten ist) seit der Installation nicht gelungen, die Backup-Lösung aufzubauen, die mir ursprünglich vorgeschwebt hatte. Und es geht grundsätzlich, aber wirklich ausnahmslos, nach einem Linux-Update irgend etwas nicht mehr, was vorher problemlos lief. Wenn es nicht sogar, ebenfalls immer gern genommen, zum Verlust entscheidender Daten kommt.

Aber gut, seither hatte ich ja auch endlich mal das mit dem Bluetooth ausprobiert und das Headset war zwar gefunden worden, aber die verdammte Sch***kiste weigerte sich halt, da irgendeinen einen Ton draufzuschicken, und ich dachte mir, wenn ich da mit der vorletzten Version im IRC auflaufe, fangen die lichtscheuen Nerds von vornherein zu weinen an, die mich da supporten sollen.

Eigentlich sollte das ja bei einem Linux-Update und sogar bei einer kompletten Neuinstallation so laufen, dass die komplette installierte Software, Einstellungen und dergleichen vollkommen unberührt bleibt. „Ist doch alles im home-Verzeichnis“ <= O-Ton Supportmädel auf #ubuntu-de. Vorangegangen war der Vorschlag, doch lieber direkt eine „saubere“ Neuinstallation zu machen.

Dankend abgelehnt.

Denn sogar beim Update lautet die bisherige Bilanz:

Einstellungen wie etwa das Sortierverhalten des Dateimanagers Thunar wurden ungefragt, stumpf und kommentarlos überschrieben. Wenn man im Kontextmenü der Firefox-Bibliothek „Ziel-Ordner öffnen“ wählt, kommt seit dem Update nicht mehr der Dateimanager Thunar, sondern Nautilus, der etwas anders aussieht und bedient wird. (Bibliothek nennt Firefox neuerdings diese Liste mit runtergeladenen Dateien, die kommt, wenn man STRG-Y drückt.) Hallo Linux-Entwickler: Ich weiß, ihr macht das ehrenamtlich, aber ihr macht es schon seit 20 Jahren. Versteht ihr nach der Zeit wirklich nicht, wie aggressiv einen das als User macht? (Nicht zuletzt weil das Design ja nun insgesamt so unintuitiv ist, dass man zum Teil erst mal wieder mühevoll recherchieren muss, wo man die entsprechenden Einstellungen überhaupt findet, um den Quatsch wieder neu anzulegen.) woran es denn jetzt schon wieder überhaupt liegt.)

– GPE-Tetris wurde kommentarlos gelöscht, ist auch nicht mehr in den Paketquellen drin. Der Grund dafür ist mir völlig schleierhaft. Ich hab es aus den alten Paketquellen einfach wieder draufinstalliert und es läuft auch unterm neuen Linux soweit einwandfrei. OK, ist mehr so ein Schönheitsfehler, aber ein sehr ärgerlicher und vor allem in keinster Weise nachvollziehbar. Unangekündigt ist da einfach mal ein Stück Software weg. Macht einen mindestens genau so aggressiv.

– Stattdessen ist jetzt nach dem Update urplötzlich wieder irgend eine Energieverwaltung aktiv, die nach einer gewissen Zeit der Inaktivität das Videosignal abschaltet. Das Dumme: Sie schaltet es anschließend nicht wieder an. Jedenfalls nicht in einer Form, dass mein Quad-Bildschirm das merkt. Der bleibt folglich dunkel. Einzige Alternative: Rechner resetten. Genau aus dem Grund hatte ich mir schon bei der Einrichtung des Systems einen Wolf nach der Funktion gesucht, die dafür verantwortlich ist. Änderungen in den offensichtlichen Kapiteln „Bildschirmschoner“ und „Energieverwaltung“ des Einstellungsmenüs blieben da nämlich wirkungslos, ebenso wie die seit dem Update hinzugekommenen „LightLocker Einstellungen“. Es ist zum die-Wände-hoch-laufen. (Immerhin gibt es neuerdings in den „Einstellungen“ ein Ding namens „Sitzungs- und Startverhalten“, das einen Überblick über die automatisch gestarteten Dienste und Anwendungen zu bieten scheint. Wie echt und verlässlich das ist oder ob da nicht nach wie vor irgendwelche Faxen aktiv werden, die durch irgendwelche Scripting-Dateien ausgelöst werden, wird sich erst noch erweisen müssen – mit dergleichen ist bei Linux leider immer zu rechnen.)

– Der richtige Knaller: Wie eigentlich üblich bei jedem Update bisher, sei es des ganzen Systems oder nur des Plugins, sind mal wieder SÄMTLICHE Termine aus dem Lightning verschwunden.

Man stelle sich mal vor, das passiert jemandem, der wirklich viele und wichtige Termine hat.

Ceterum censeo: Lasst euch nicht einreden, Linux funktioniere im Jahre 2014 problemlos und sicher. Und schon gar nicht ist es anfängertauglich. Es ist – leider – noch immer WEIT davon entfernt.

Advertisements

2 Gedanken zu „Linuxterror die 873ste: Ubuntu-Update auf 14.04.1 LTS „Trusty Tahr“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s