Flammendes Plädoyer für pro-aktive Lösungsorientierung

Update: Disclaimer. Auch dieser Blogpost enthält wieder Gedanken von Harald Franz. Und dazu jetzt hier erstmals welche von Bernd.Pirat.

OK Leute, vor meinem nächsten ultralangen und facettenreichen Blogpost darüber, wie wir das mit dem BPT in die Reihe kriegen, muss ich noch mal kurz was anderes loswerden:

Ich hab jetzt letzten Samstag meinen zweiten TdpA mitgemacht und am Sonntag dieses Treffen der Listenkandidaten et cetera wegen Wahlkampf in Essen im Unperfekt-Haus.

Beide Veranstaltungen waren viel zu ineffizient.

Und das lag nicht an der Orga. Die hat mal wieder einen guten Job gemacht.

Das lag, ganz besonders am Sonntag, an den Bedenkenträgern, die da wieder einiges kaputt geredet und gute Initiativen engagierter Leute eingebremst haben.

OK, ist mir selbst auch schon passiert. Ich nehm‘ mich da nicht aus. Aber wir müssen da jetzt alle den festen Vorsatz in unser Morgengebet aufnehmen, da täglich aktiv an unserer Einstellung zu arbeiten. Die Zauberworte heißen „pro-aktiv“ und „lösungsorientiert“.

Dazu möchte ich als erstes noch einmal kurz auf den Unterschied zwischen einer „Aufgabe“ und einem „Problem“ eingehen.

Bei einer „Aufgabe“ weiß man schon vorher den Lösungsweg. Man muss sie nur noch abarbeiten. Man hat alle Werkzeuge, die man braucht, und kann sofort loslegen. Schüler bekommen Aufgaben oft zur Übung.

Bei einem „Problem“ ist der Lösungsweg erst einmal unbekannt. Man muss ihn erst entwickeln, vielleicht auch erst die Werkzeuge entwickeln, und so das Problem schrittweise auf das einfachere Niveau einer Aufgabe reduzieren. Vielleicht auch verschiedene Lösungsansätze testen. Es werden Fehler und Rückschläge passieren. Das ist alles normal. Kein Grund zur Panik. Aber ist natürlich schwieriger.

So. Und vor diesem Hintergrund bedeutet „pro-aktiv“: Wenn da ein Listenkandidat, oder ein Direktkandidat, oder einfach nur ein engagierter, fantasievoller Pirat mit einer guten, originellen oder unkonventionellen Idee kommt und einfach mal was machen will, und das ist für ihn/sie/es ein Problem und es braucht Hilfe – dann reicht es einfach nicht, da beim Vortragen von Bedenken zu verharren.

Nicht falsch verstehen: Bedenken sind sinnvoll. Sie haben ihren Platz auf dem Weg zur Lösung. Man muss die Schwierigkeiten in den Blick nehmen, und das ist ein Job für erfahrene Leute. Die sehen vielleicht auch mehr und ganz andere Schwierigkeiten als das Mensch mit der Idee.

Aber es reicht jetzt nicht mehr, einfach nur die Schwierigkeiten hinzurotzen. Da muss jetzt auch immer SOFORT [schnick schnick schnick] ein Lösungsvorschlag kommen. Der muss nicht voll ausgearbeitet und getestet sein, aber einfach damit der Mensch mit der Idee sich nicht scheiße ausgebremst vorkommt. „Hm, aber ich kann mir vorstellen, dass man da vielleicht das und das und das machen könnte.“ – Oder Leute vernetzen. „Hm, aber die und die hat sich da auch schon mit beschäftigt oder kennt sich da mit irgendwas Nützlichem aus.“

So was halt. PRO-AKTIV. Von SICH aus AKTIV werden, Impulse aufnehmen, zur LÖSUNG beitragen.

Täglich.

Morgengebet.

„Lieber Gott, mach, dass ich heute dran denke, pro-aktiv zu sein, wenn einer mit einem Problem zu mir kommt.“

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4 Gedanken zu „Flammendes Plädoyer für pro-aktive Lösungsorientierung

  1. Huch, es gibt einen Namen dafür? „Pro-Aktiv“, nettes Wortgebilde, werde ich mir merken. Ich nannte solches Verhalten immer „Totreden“. Gut das ich solches Verhalten noch nie gemocht habe. Endlich etwas, das ich nicht an mir ändern muss! Weiter so! ;o)

      • Klar ist das DEUTLICH geworden ;o)
        Deshalb sagte ich ja, ich muss mich nicht _ÄNDERN_ *grins* *EiFreuMir*
        Ich hatte nur den Namen „Pro-Aktiv“ nicht im Wortschatz verankert ;o)

  2. Liebe Kettensäge,
    mir ist das Phänomen als kreativitätstötendes Nein bekannt. Das ist so ein widerliches Ding. Erstmal die Idee scheiße finden, dann auch gar nicht mehr drüber nachdenken. Das ist übrigens eine Haltung, die ich auch in Teilen unseres Vorstandes immer wieder verspüre. Auch das ist ein Grund weshalb ich hier noch mal für den Wahl-LPT werben will: https://lqpp.de/nw/initiative/show/346.html
    Leider ist die Eigenschaft „Bedenkenträger sein“ noch kein Grund für ein PAV, aber ich möchte mich der Kettensägenforderung anschließen. Pro-Aktivität für alle! Und jetzt nehmen wir uns nicht nur vor, selbst pro-aktiv zu sein, sondern auch den Bedenkenträgern dringend ins Wort zu fallen, wenn sie mit so einem Quark anfangen.

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